Ein guter Bekannter fragte mich in der letzten Zeit häufiger: "Warum machst Du das eigentlich? Was bringt dir der SEO-Blog? Warum nutzt Du Dein Wissen nicht, um Geld zu verdienen?"

Suchmaschinenoptimierung stellt sich vielen als kompliziert dar, manchmal sogar als unbegreifbar. Ist der SEO-Olymp wirklich ein Mythos? (Ich schrieb vor kurzem darüber.) Gibt es Menschen, die SEO aus dem Handgelenk betreiben, mit einer Trefferquote von 100%?

Viele machen sich selbständig im Web oder versuchen nebenberuflich etwas dazu zu verdienen. Manche müssen es, andere haben Spass daran. Die Anfänge in der Suchmaschinenoptimierung sind unendlich schwer, was einfach daran liegt, dass die Masse der Informationsquellen nicht verständlich bzw. nicht nachvollziehbar schreibt oder gar nur Andeutungen preisgibt, mit denen man nicht arbeiten kann. Und wenn man sich dann erst einmal in den vielen Standard-SEO-Online-Tools verlaufen hat und aus dem SEO-Dasein ein Glücksspiel mit zufälligen Trefferquoten geworden ist, spätestens dann sollte man Unterstützung erhalten, um aus diesem Kreislauf wieder herauszukommen.

Eines meiner Hauptziele ist es, SEO einem breiteren Publikum zu ermöglichen. Viele spielen Lotto, obwohl man die Zahlen nicht berechnen kann. Vergleichbar wenige betreiben SEO, obwohl man die wichtigsten Faktoren berechnen kann. Aber was nützt es, wenn der Weg zur Qual wird, nicht weil es eine Qual ist, sondern weil so viele Steine in den Weg gelegt werden und man nicht weiß, unter welchen sich die wirklich wichtigen Informationen befinden.

Bei Lotto haben wir ein klares Ziel vor Augen. Eine Million oder mehr. Den Weg kennen wir auch. Er ist einfach. Wir gehen in die Lotto-Annahmestelle oder spielen online im Web.

Bei SEO haben wir ein verschwommenes Ziel vor Augen. Eine Seite auf Platz 1 zu bringen. Nur womit? Mit einigen Keywords. Mit den richtigen? Der Weg ist lang. Es wird Zeit, wichtige Bausteine des Weges, auch als Motivation und Inspiration, aufzuzeigen. Zeit für Veränderungen.

Wenn man von Wulffy nichts hört, bedeutet das, dass er testet, beobachtet und hin und wieder berechnet. Grundsätzlich strebe ich an, eine Theorie beweisen zu können. Für einen möglichen Beweis würden oftmals Wochen benötigt, wenn er überhaupt erbracht werden kann. Suchmaschinenoptimierung ist kein Thema, welches man "mal kurz überfliegen" kann und dann auf große Erfolge hoffen darf. Aber jedem, der Zeit und Energie hineinsteckt, soll es auch möglich gemacht werden, jedes nur erdenkliche Ziel erreichen zu können.

Noch eine Auflösung:
Am 28.10.2007 schrieb ich in "Keine Abstrafung durch Google - PageRank-Algorithmus wurde bereits Anfang August geändert" unter Kommentare eine Antwort: "... ES IST KEINE ABSTRAFUNG, weil der PageRank des gesamten Webs 1 beträgt, oder auch 100%..." und noch einen weiteren (noch schlimmeren) Kommentar, über die sich einige aufregten und insbesondere eine Person massiv. "Schuld" daran war Jeremiah. Er brachte mich kurz davor auf die Idee. Um Aufmerksamkeit zu erhalten, hilft manchmal Linkbaiting. A-Lister Tactics: How to get 200 trackbacks for a single post: Step 4: Try to insult or attack a specific vertical or industry (bonus points for insulting the SEO industry)

Morgen geht es weiter. Dann geht es sich zunächst um... den PageRank... (die angekündigten Themen folgen darauf...)

Zum Schluß möchte ich mich noch bedanken bei blerim für seine Review zu diesem Blog mit 10 von 10 Punkten im blogcatalog.com.

Auch bei Lycos iQ. Hier habe ich es gewagt, ausführlich zu beschreiben, wie eine Kölner Dame ihr neues Forum in die Suchmaschinen bringt. Ich setzte dabei einen Link zu einer Post in meinem Blog, die sich auf sitemap-Erstellung bezieht, und Lycos löschte kurz darauf vollständig meinen Account und alle Posts (!), bei denen ich in den letzten Monaten geantwortet hatte. Lycos war schon immer very strange. Am Ende wurde übrigens "Meta-Tags einfügen" zur besten Antwort auf ihre Frage bewertet. Sie wird noch lange warten...

Mary schrieb gestern:

Der Charakter eines Menschen
lässt sich leicht daran erkennen,
wie er mit Leuten umgeht,
die nichts für ihn tun können.
Henry Kissinger
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