PageRank ist ein Algorithmus, der die Relevanz und Gewichtung einer Seite festlegt. Er wurde von den Gründern von Google entwickelt. Im Laufe der Jahre entdeckte man zahlreiche Methoden, die es ermöglichten, eine Seite künstlich aufzuwerten, somit zu manipulieren. Daher wurde die Relevanz des PageRank bei der Bewertung von Seiten vor längerer Zeit herabgesetzt bzw. stufenweise reduziert. Viele weitere Faktoren fließen in die Bewertung einer Seite hinein.

Den Google PageRank zu verstehen und zu beherrschen ist die Grundvoraussetzung für jeden, der eine Website erstellt. Die richtige interne Verlinkung ist die Basis für den Erfolg. Eine Website stellt sich als Projekt dar, da die Seitenstruktur und interne Verlinkung einer ausführlichen Projektierung/Planung bedarf.

Der Google PageRank wird auch mit PR oder Google PR ausgedrückt.

Der Google PageRank wird über die Google Toolbar visualisiert. Hier wird er auch TBPR genannt: TBPR = Toolbar PageRank. Die Google Toolbar stellt einen Balken dar, der einen Wert von 1 - 10 anzeigt. Man kürzt somit ab mit PR1 - PR10.

Da die PageRank-Anzeige in der Google Toolbar meiner Meinung nach im Rahmen des Google TrustRank eine neue Bedeutung gewonnen hat, wollen wir uns mit dem PageRank beschäftigen, jedoch nicht, wie auf dem üblichen Wege, in dem man viele Formeln aufführt und diese so kompliziert erklärt, dass man schnell das Interesse daran verliert, sondern in einer verständlichen Ausdrucksweise.

Der Google PageRank ist ein Algorithmus der Missverständnisse. Einerseits verursacht durch eine hochkompliziertekomplexe Formulierung des Patents, andererseits durch den Faktor "Stille Post": Einer schreibt etwas, zehn schreiben es ab und um und wiederum hundert schreiben es bei den zehn ab und um...

Grundprinzip des PageRanks


(nur noch mit Einschränkungen gültig)

Jede Seite kann einer anderen Seite eine Stimme abgeben. Wenn man eine andere Seite (Seite B) gut findet, setzt man einen Link auf diese. Seite B erhält damit einen sog. Backlink. Je mehr Stimmen (Links) eine Seite erhält, desto wichtiger ist sie. Dieses gilt aber auch für die interne Stimmenabgabe/Verlinkung in einer Website! Stelle Dir das gesamte Web als eine Anzahl von Seiten vor oder auch als eine einzige Website. Ohne intern und extern.

Interessant dabei ist, dass bei der Art der Stimme nicht unterschieden wird, ob sie für oder gegen den Inhalt der verlinkten Seite ist. Ein Blogger kann sich z. B. negativ über einen Artikel äußern, auf den er dann zwangsläufig verlinkt. Ggf. setzt er dann rel="nofollow" vor den Link, bis heute oftmals in dem Glauben, dass dieser Link "nicht gezählt" wird. Dazu später mehr.

Vereinfachte Darstellung des PageRanks


Stellen wir uns vereinfacht ein Sieb vor. Und stellen wir uns vor, ein eingehender Link wäre Saft. Der Saft läuft nun durch das Sieb in die Hauptseite. (Saft? Man nennt diese Prozedur Linkjuice.) - Von der Hauptseite aus gehen Verlinkungen zu den Unterseiten. Man sagt, dass dieser Saft dann auf diese abfließt. Später werden wir verstehen, dass diese vereinfachte Darstellung rein sinnbildlich zu sehen ist, da nichts fließt, sondern, korrekt ausgedrückt, vererbt wird.

Mehr Backlinks führen zu mehr Erfolg?


Kommen wir nun zu einem der schlimmeren Gerüchte im Web: Um eine Seite zu stärken, benötigt man Backlinks auf die Seite. Je mehr Backlinks auf die Domain gehen, desto stärker wird sie. Falsch. Die Qualität der Links ist wichtig, unter bestimmten Voraussetzungen auch anteilig der PageRank der eingehenden Links. Aber Vorsicht! Die Dinge haben sich durch den TrustRank geändert. Also diesen Blog weiterlesen, sonst zerschießt Du Dir Deine Seite...

Darstellung des PageRank


Ein eingehender Link auf eine Domain (website.de oder auch www.website.de) vererbt einen Teil des PageRanks der Seite, von der er ausgeht, auf die Seite, wo er eintrifft. Diesen anteiligen PageRank hat diese Seite (Domain) auf jeden Fall sicher.

Beispiel:
Du hast eine einfache Website, aufgebaut aus Domain und drei Unterseiten. Eine externe Seite mit PR1 und einem einzigen ausgehenden Link, verlinkt auf Deine Domain. Der anfängliche PageRank der Domain beträgt dann "nur" 0,43. Für den Rest bist Du verantwortlich. Mit Deiner korrekten internen Verlinkung kannst Du, und nur Du allein, den PageRank der Domain erhöhen.

(externe Seite + Domain + drei Unterseiten = 5 Seiten)

Wenn es neben diesen fünf Seiten keine anderen Seiten im Internet mehr geben würde, würdest Du, wenn Du auf Deine drei Unterseiten verlinkst, einen PR1 für die Domain erhalten. Verlinkst Du von den drei Unterseiten zurück auf die Domain, würdest Du sogar einen PR5 für die Domain erhalten.

Dann wäre die Lösung doch jetzt total einfach? Einfach intern alles verlinken. Wofür mehr wissen? - Die Aufgabe besteht darin, die interne Verlinkung so geschickt aufzubauen, dass der PageRank sich auf die wichtigsten Unterseiten und Domain maximal vererbt und diese Seiten somit an höchstmöglicher Relevanz gewinnen. (Wie wird man zur Authorität? - später mehr...)

PageRank-Posts

vor: PageRank 2 (Teil 2)

Anfang: PageRank Einleitung




2 comments:

Michael said...

"Die Google Toolbar stellt einen Balken dar, der einen Wert von 1 - 10 anzeigt."

Ist so nicht ganz richtig. 0 - 10 ist möglich. Bzw. auch noch "nicht verfügbar".

Schöne Grüße

Wulffy said...

Du hast vollkommen Recht. Theoretisch kommt es auf die Betrachtungsweise an. Defintiv habe ich mich falsch ausgedrückt. Ein Balken, der einen Wert von 0 hat, ist eigentlich kein Balken. Allgemein meint man aber mit dem Balken die Umrandung des Balkens. Wenn der grüne Balken im weißen Balken nicht erscheint, ist der Wert 0. "nicht verfügbar" habe ich bisher noch nicht gesehen. Danke für den Tipp. Beste Grüße, Wulffy