nofollow ist so richtig in Mode gekommen

, wie wir alle wissen. Das Internet folgt bald gar nicht mehr. Und wer etwas auf sich hält, der verwendet nicht das einfache rel="nofollow", sondern setzt rel="external nofollow", welches von Wordpress "erfunden" wurde.

Der Zusatz "external" zum rel-Tag ist sinnlos. "external" wäre eigentlich dazu dagewesen, einen externen Link zu markieren, damit Besucher diesen als solchen erkennen und ihn ggf. im neuen Fenster öffnen. Aber: Besucher können es nicht sehen, da dieses rel-Tag, auch in Kombination mit nofollow, von keinem Browser unterstützt wird. However.

Kommentare ohne nofollow sind Kommentarspam?


In den letzten Wochen wurde die seit Januar 2005 endlose Diskussion über nofollow weitergeführt. Und auch die Diskussion, dass Kommentare ohne nofollow immer Kommentarspam wären. Gerade die, die selbst Methoden verwenden, die defintiv nicht unter WhiteHat SEO fallen (Cloaking, 301...), haben hierbei die lautesten Stimmen.

Aber: jedes Blog lebt von Kommentaren. Und jeder Blogautor lebt umso mehr davon, denn Feedback ist wichtig. Lob als auch konstruktive Kritik hilft und fördert. Durch die Einführung von nofollow kommentiert so gut wie keiner mehr, es sei denn, er weiß, dass er einen Backlink mit einer PageRank-Vererbung erhält. Das kann es doch nicht sein, oder?

Jeder sollte die Autoren mit Kommentaren unterstützen. Das tut gut und motiviert sie für weitere gute Arbeit. Gibt es noch Menschen, die auch ohne PageRank-Vererbung eine Meinung haben und diese kundgeben möchten? Irgendwie kaum noch.

Demnach muss eine Alternative gefunden werden, damit alle glücklich sind. Und die lautet eindeutig:

Kommentieren in Blogs ohne nofollow (mit dofollow)

Wenn einem etwas Gutes widerfährt, dann ist es doch einen Kommentar wert?! Oder nicht? - Nun kann man ja nicht zu jedem Thema einen Kommentar abgeben bzw. interessiert sich für viele Themen überhaupt nicht. Eine Suchmaschine muss her, die themenrelevante dofollow-Blogs findet. Aber die gibt es schon längst. Und mehr als genug davon.

Somit können wir zwei Dinge kombinieren. Die Suche nach einem Thema, welches uns interessiert und die freie Meinungsäußerung, verbunden mit Lob oder Kritik, in einem Kommentar.

"Blogs mit hohem PageRank" - Gestern suchte ein Besucher dieses Blogs zuvor in Google nach dieser Keywordkombination. Was er wohl beabsichtigte?

Bevor man loslegt und bevor man seine Seite zerschießt, sollte man diese 10 Gebote beachten:

Die 10 Gebote für Kommentare

  • schreibe wirklich etwas Relevantes zum Blogpost, den Du gelesen hast - hinterlasse Deine Gedanken und Deine Meinung

  • schreibe dem Blogautor genauso, wie Du Dir einen Kommentar in Deinem Blog wünschen würdest - bleibe aber sachlich und schleime nicht herum

  • kommentiere nie kurz nachdem ein Post online gestellt wurde*

  • 1 - 2 Kommentare innerhalb von 24 Stunden - mehr nicht

  • verwende Deinen Namen oder Spitznamen, aber möglichst kein Keyword - falls doch, dann hin und wieder, und wechsle es*

  • wenn Du einen Kommentar schreibst und im Kommentar einen Link angibst, schreibe deutlich mehr Text als die Länge des Links ist*

  • wenn Du schon einen Link zu Deiner Seite angegeben hast, verwende diesen Link im Kommentar auf keinen Fall noch einmal*

  • kommentiere keine alten Posts, wo der letzte Kommentar schon Wochen und mehr zurückliegt*

  • achte auf die Qualität des Blogs, prüfe den PageRank - hat das Blog keinen PageRank und es ist älter als 3 Monate, kommentiere nicht

  • hat das Blog einen PageRank, prüfe ein paar ältere Unterseiten - ist dort kein PR vorhanden, kommentiere nicht
*gilt vor allen Dingen bei Wordpress-Blogs

Warum nicht kommentieren, wenn kein PageRank (bei älteren Post) vorhanden ist?
Weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass zuvor PageRank (und somit auch Trust von Google) vorhanden war, und aus irgendwelchen Gründen dieser weggefallen ist, die niemals positiver Natur sind.

Wenn wir alle daran arbeiten und endlich wieder Menschen loben für deren Arbeit und Zeit, wenn wir Ihnen einen Dank von Herzen übermitteln dafür, dass sie uns etwas beigebracht haben, dann wird es mit der Zeit wieder mehr Qualität im Internet geben und mehr Menschen, die bereit sind, außergewöhnliche Leistungen zu vollbringen.

Do Follow Blogs Directory mit PageRank

DoFollow Blogs/Sites Search Engine

Blog Comment Niche Search

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Und wer im Firefox- oder Mozilla-Browser sehen möchte, welche Links mit nofollow "external nofollow" ;-) versehen sind, der installiert sich z. B. SearchStatus: A Search Extension for Firefox and Mozilla. (Nach Installation muss im Menü von SearchStatus noch "Highlight Nofollow Links" ausgewählt werden, die dann farblich markiert werden.)




16 comments:

Daniel said...

Danke erst mal für die ganzen Tools, ja, ja, No Follow. Ich setzte es nicht ein, warum wenn ich verlinke, dann verlinke ich und brauche es nicht zu markieren, es gibt andere Mittel und Wege um den Link zu entwerten. Das ist ein anderes Thema.

Die meisten SEOS die meinen No Follow in Ihren Seiten zu verwenden: „Ach ja mein PR und Linkjuice gebe ich nicht ab, der Link ist aber interessant für die User“. Wissen gar nicht auf was sie sich einlassen. Warum wer verwendet denn jetzt No Follow? Kommt Ihr drauf? Google schon und Ihr sitzt wieder in einem Filter, kann sein muss aber nicht. Das ist meine These.

Ach ja ich war ja bei der SEMSEO, glatter Reinfall für mich, nichts neues. Die Infos gibt es überall öffentlich. Auch die Fragen die gestellt wurden, wunderten mich. Sind doch alle bei Abakus unterwegs und haben nicht mal die Richtlinien verstanden.

Habe mal mit drei Leuten gesprochen, die von Ihrer Agentur ausgesendet wurden. Was kam dabei heraus, nicht alles glauben was die da vorne verzapfen und bestätigten meine These mit No Follow.

Zu den angesagten Gurus muss ich der Polizistin im Internet recht geben. Mensch wir sind Geil, wir können es, Ihr nicht wir sind die ALLStar SEOS. Was wir sagen müsst Ihr machen.

Einige Beiträge waren wie ein eigenspieltes Kindergartenteam.

Wulffy said...

Dem kann ich nichts hinzufügen. Danke, Daniel. - Nur die ganzen Leute im Abakus-Forum vertrauen den Kampfhunden, die bei jedem Furz angelaufen kommen und sich geil durch soziales, gemeinschaftliches Niedermachen von allem, was nicht deren falscher Meinung entspricht, fühlen.

Daniel said...

Mensch ich kann nicht mehr schreiben, meine Deutsch Kentnisse lassen zu wünschen übrig. Ich will nicht behaupten dass diese angesprochenen SEOS ihr Handwerk verstehen. Muss man es aber so rauslassen.

Es waren auch Leute dabei, die gutes Geld verdienen. Das 3-4 fache von meinem Monatsgehalt, obwohl ich als Angestellter (Arbeiter) in einer angesagten Premium Automobilbranche tätig bin und damit gut verdiene.

Vor dehnen nehme ich den Hut ab. Weil man es nicht erkennt. Weil sie es nicht herauslassen.

Ich muss mich doch nicht mit meinen Fähigkeiten brüsten, oder doch?

Wulffy said...

Das liegt wohl in der Psyche des Menschen. Aber die, die sich in der Öffentlichkeit brüsten, sind nicht die besten. Die brauchen das nur für ihren Ego. Die besten SEOs stehen nicht in der Öffentlichkeit. - Ich habe schon lange den Eindruck, dass die "Top-SEOs", die in der Öffentlichkeit stehen, die Affiliate-SEOs sind. Die, die zig Seiten aufsetzen und das Web zuspamen. Und die finden sich irgendwie total geil. Nur weil sie ein wenig mit PHP cloaken, ein paar Domains überoptimieren und dann mit 301 redirecten, somit Google verarschen. Wenn Google verarschen geil ist, dass sind diese SEOs es auch. Denn wer mit PHP Bots erkennen kann, ist schon geil. Nur die Zeiten ändern sich, denn die Bots von Google und Yahoo kommen jetzt auch getarnt als User. Sowas... ;-) - Ein Ende von Affiliate? *ggg*

Daniel said...

Affiliate wird es immer geben, b.z.w. wenn nicht mehr muss man sich selber als Betreiber Partner suchen und anschreiben, so wie es jetzt schon gemacht wird. Das mit dem 301 ist ein Spiel mit dem Feuer, ob das jetzt White or Black ist, da streiten sich die Geister.

Es wird aber zur Überhand, jeder der es kann wendet es an, bis irgendwann der Filter kommt, wo Google selber sagt, das wir 301 nicht mehr zulassen, rein wegs Spam und Manipulation. Wie geht es dann weiter?

Der Herr Tandler hat selber gesagt, Google hat seit 13 oder waren es 15 Jahren Daten zum auswerten und sie werden immer besser.

Ja, sie haben die Daten wie kommt er nur auf diese Zeit, die Google Gründung war im September 1998, also noch nicht ganz 10 Jahre alt.

Davor haben Sie Ihre Promotion geschrieben, das Hauptthema war der Pagerank und vor Ihrer Doktorarbeit waren sie Studies. Wie kommt da jetzt Herr Tandler auf 13-15 Jahren Daten.

Da hat er sich selbst widersprochen.

Mensch, 2004 habe ich mir Google angeschaut, als sie auf den Markt kamen, muss selber sagen, bin ein Versager, hatte mich nicht getraut auf dieses Pferd zu setzten. War ja Hochspekulativ, hab auf andere Pferde gesetzt, die gut abgingen.

Hier nur mal zum Ansporn.

Google 2004 82,50 Euro

Höchststand 506,47 Euro

Heute 351,06 Euro

Zum Höchstand 513 Prozent Gewinn
Zum Jetzigen Zeitpunkt 325 Prozent Gewinn

Und das in 4 Jahren

UsualRedAnt said...

Sorry Wulffy, aber die Überschrift finde ich irreführend.

Hab mich schon darauf gefreut, zu erfahren, nach welchen Kriterien Du aussuchst wo und was du kommentierst. Auch Deine Einschätzung, welche der Kommentare auf Deinen Seiten Du besser oder schlechter findest, wär interessant gewesen...

Aber die 100. Nofollow-Klatsche? Find ich nich pricklend! Dann schreibs doch beim nächsten Mal gleich drüber ;)

Der Höhepunkt ist es für mich dann, dass Du nach der täglichen Pagerank-Geier-Watschen dazu rätst, nur da zu Blogen wo es auch Pagerank gibt???

Ich kommentiere, wenn mich das Thema interessiert, ich noch Fragen habe ... oder eben, wenn etwas am Artikel stört. Dofollow, Nofollow, hoher oder niedriger Pagerank - F**k it!

Sollte es nicht eigentlich um den Content gehen?

Mit hanfigen Grüßen
Steffen

P.S. Diesmal ohne meine Seite anzugeben - sonst müßt ich ja vorher erst checken, ob es auch koscher is hier zu kommentieren.

Wulffy said...

Der Mediadonis (Tandler) ist noch nicht so lange dabei. Als nimm's ihm nicht übel, wenn er nicht so genau weiß, seit wann Google existiert. Google war und ist ein Aktientipp. Wobei Mediadonis eher auf Poker, als auf Aktien steht.

Wulffy said...

Hi Steffen, SCHÖN, wieder von Dir zu lesen. Ja, Du hast Recht, aber hast Du denn nicht die Ironie in diesem Blogpost bemerkt? ;-) - Deine Einstellung ist völlig korrekt. Und genau diese Einstellung lebe und empfehle ich. Vernünftige Kommentare, die allen Beteiligten weiterhelfen.

Roland said...

(Kommentar vom 30. April 2008, 14:51, neu eingestellt, da er falsch verlinkt war)
Erstmal: Vielen Dank für die vielen Hilfestellungen und den unprätentiös offenen Ton in diesem Blog ;-)

Bin, nebenbei gesagt, erfreut darüber, das Schaffen der hierarchischen Konkurrenz-Situation und der damit verbundenen Angeberei, wie sie beispielsweise im Abak*s Forum gut zu beobachten ist, thematisiert zu sehen. Meiner Ansicht nach erzeugt das auf nicht Wenige einen Druck, der, wenn diejenigen sich dessen nicht bewusst werden, zur Durchsetzung verdeckter Interessen (und das ist nur im simpelsten Fall die Ego-Pflege) genutzt wird.

Die NoFollow Thematik läuft meiner Ansicht nach auf etwas Neues hinaus. Denn die 301-er & Co werden absehbar zunehmen, und die Idee, dass neutrale und gleichberechtigte Menschen die Bewertung von WebSites, ausgedrückt durch den Link-'Impact-Factor', übernehmen, wird sich beschleunigend als Illusion herausstellen.

Doch nehmen wir mal an, es gelänge, die Relevanz anders, automatisiert, zu erfassen. Ich denke dabei z.B. an globale Trackings und semantische Ansätze (wer klickt welche Site und bleibt wie lange an welcher Stelle dort / welche WebSite hatte als erstes ein bestimmtes Thema besetzt / etc.).

Und wem gelingt das voraussichtlich als Erstem, Besten und im grössten Umfang? Ein Schelm, der nicht an einen Gockel denkt.

Es verwundert also unter diesem Gesichtspunkt weniger, dass/wenn nicht zuletzt G~. das Thema NoFollow am Leben hält. Es kann hierdurch für diese Firma ein immens grosser Wettbewerbsvorteil entstehen, wenn er nicht schon entstanden ist...

Wulffy said...

Roland, vielen Dank. Ein äußerst intelligenter, teils philosophischer Kommentar.

Wulffy said...

Ich erhielt einen interessanten Kommentar per e-mail:
"*gilt vor allen Dingen bei Wordpress-Blogs

Warum die ganzen Sternchen vor allem bei Wordpress Blogs?"

"*gilt vor allen Dingen bei Wordpress-Blogs" bezieht sich auf das Wordpress-Plugin Akismet. Das sollen die Antispam-Regeln sein, die dazu führen können, dass ein Kommentar von Akismet blockiert wird.

Margit said...

Wenn ich das so lese...
... dann kann ich fast froh sein, dass Wordpress.com die Kommentare automatisch auf "nofollow" setzt, ich kann nichts dran ändern, brauche also auch nicht drüber nachzudenken, es zu ändern.

Was mir bei diesem Posting geschossen ist: Kommentieren bei "dofollow" ist ja auch ein Risiko, da muss man etwas von SEO verstehen und viele Dinge beachten, sonst wirds gleich zu Kommentarspam. Ich habe ein Literaturblog, meine Leser und Leserinnen wissen im Durchschnitte nichts von SEO, nicht einmal, dass es so etwas überhaupt gibt. Die verstehen etwas von Literatur. Aber ich habe Stammgäste, die sehr munter drauflos kommentieren, sich aufeinander beziehen, ins Gespräch kommen, da haut auch einmal einer 15 Kommentare an einem Tag rein. Und zwar, indem er bei Wordpress eingeloggt bleibt, also immer mit dem gleichen Keyword. Bei "Dofollow" wäre das extrem selbstschädigend. Das ist die andere Seite des "nofollow": Das Netz besteht nicht nur aus SEOs und manche Leute benehmen sich in Blogs einfach so, wie Menschen sich benehmen: Sie kommen ins Gespräch. Das sollte doch ohne Gefahr möglich sein.

Margit said...

Ach so, das war ironisch. Das habe ich nicht verstanden, tut mir leid. Ich habe auf das Posting reagiert und erst dann die Kommentare gelesen.

Jetzt weiß ich wenigstens, wie Akismet den Spam definiert, ich habe mich schon gewundert, dass immer wieder Leute hängen bleiben, die seit Jahr und Tag bei mir schreiben, unter anderem ich selber.

Aber verunsichert hat es mich schon auch irgendwie. Ob ich irgendwo noch einmal zwei Kommentare an einem Tag schreibe, wenn ich nicht sicher bin, ob es "nofollow" ist (wie bei Wordpress.com), werde ich mir überlegen. Hier jedenfalls ohne Link, obwohl ich glaube, es ist eh "nofollow", aber sicher bin ich nicht.

Wulffy said...

Hallo Margit, ja, Du solltest die Kommentarfunktion unbedingt mit nofollow belassen. Ein SEO würde, wenn er das nofollow herausnehmen würde, die Kommentare auf mehrere Seiten verteilen. Max. 5 Kommentare mit dofollow auf der Postseite und weitere Kommentare auf einer Folgeseite, die i. d. R. ohne PageRank bleibt und somit den Kommentierenden eher nichts bringt. Andere SEOs laden die Kommentare in einem iframe nach, so dass sie von Google gar nicht indiziert werden.

Wulffy said...

Margit, auch hier ist nofollow. - Du kannst Dir auf der jeweiligen Seite, auf der Du kommentieren möchtest, mit der rechten Maustaste im Browser den Quelltext anschauen und nach einem Namen suchen, der in den Kommentaren verlinkt ist. Findest Du dort "nofollow" oder "external nofollow", wird kein PageRank vererbt, jedoch ergibt sich aus jedem Kommentar, den Du mit Verlinkung zu Deiner Seite hinterlässt, eine positive Auswirkung für Deine Seite bei Google.

Mike Klostermann said...

Auch ich halte das mit dem Pagerank für ein Schwert mit zwei Schneiden: Auf der einen Seite hilfreich, wenn man wie gesagt relativ neue Seiten erkennen will und die Wertigkeit bestimmter Links herausfinden will. Auch beim Kauf und Verkauf kann ein somit höherer Pagerank viele Vorteile haben.

Auf der anderen Seite stört mich die Tatsache mit dem erkauften Pagerank. Ich bin als Anhänger der Suchmaschinenoptimierung übrigens auch einer der Gegner der Browser-Toolbar. Da bleibe ich lieber bei den zuverlässigen und aktuellen Daten von Google.