Suchmaschinenoptimierung ist ein interessanter Begriff, aber eigentlich unsinnig, da man nicht die Suchmaschinen optimiert. Wofür SEO als Abkürzung auch stehen könnte und warum diese Abkürzung das Grundverständnis für Suchmaschinenoptimierung definiert, folgt in diesem Blogpost. Beginnen wir mit dem, was angekündigt war: Ein SEO packt aus

Ich habe in den letzten Tagen Websites eines Marktsegmentes analysiert, das von 15 in Deutschland ansässigen Unternehmen bedient wird. Die Aufgabenstellung bestand darin, die Positionierung der Websites dieser Unternehmen in Google zu analysieren, die Keywords ausfindig zu machen, mit denen diese Unternehmen auf den ersten 15 Plätzen gelistet sind und die Qualität der Suchmaschinenoptimierung der 15 Websites zu bewerten. In diesem Marktsegment werden jährlich bis zu 1 Milliarde EUR in Deutschland umgesetzt. Um diese Tätigkeit nicht überzubewerten, muss ich dazu sagen, dass Umsätze in diesem Bereich in erster Linie durch Kontakte und Referenzen getätigt werden und kaum über das Web.

Allerdings interessant dabei war, dass nur ein einziges Unternehmen, welches einem weltweit tätigen sehr bekannten Konzern zugehörig ist, eine Website hatte, die ich mich 2++ bewertete. Sieben Websites erhielten Noten zwischen 4 und 6. (Das Unternehmen mit der Note 6 für die Website setzt allein knapp 150 Mio. EUR jährlich um.) Drei Websites arbeiteten mit Spam-Methoden, die vor 2004 angewandt wurden und heute immer noch funktionieren.

Bei der Analyse der Seiten hatte ich einen Gedanken, der mich nicht mehr losließ. SEO könnte auch Sähen, Ernten und Optimieren heißen. Das Grundprinzip der Suchmaschinenoptimierung. Es wiederholt sich immer wieder. Und täglich grüßt das Murmeltier...

Suchmaschinenoptimierung bedeutet nicht, dass man mal eben eine neue Website ins Netz stellt, die angeblichen "Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung" ließt und umsetzt und damit innerhalb von Wochen oder Monaten erfolgreich wird. Denn mit diesen Grundlagen wird man es definitiv nicht.

Es ist ein Prozess, der sich entwickelt. Sowohl in einem selbst als auch mit seiner Website. Vieles von dem, was man gerade zu Beginn des Interesses an Suchmaschinenoptimierung ließt, stößt auf Widerwillen:

Content ist King.

Weniger ist mehr.

Man ist ungeduldig, will gar nicht warten und sofort Erfolg haben. Gerade dadurch ist man aufnahmefähig für so viele "Wahrheiten über SEO" und liest und liest und liest. Dabei nimmt man SEO-Begriffe auf. Nach jedem Begriff, den man erlernt hat, kann man selbst suchen. Leider aber nicht nach den Begriffen, die man noch nicht lesen konnte... So läuft man im Kreis. Und das kann dauern.

Wichtig ist ein unaufhörlicher Drang nach weiteren Informationen. Es gibt Aufs und Abs zu Beginn. Die Keywords seiner Seiten fallen und steigen und fallen tief und steigen hoch. Und fallen wieder...

SEO könnte auch Sähen, Ernten und Optimieren heißen


Nur was bedeutet dieses? Für das Grundverständnis sollte es ausreichen zu sagen: Informationen online stellen, Besucher erzielen (und Einnahmen) und die Seiten optimieren. Und darauf wieder: neue Informationen auf seiner Website online stellen, weitere Besucher erzielen und weiter optimieren. Mit der Zeit kommen immer mehr Besucher. Mit der Zeit steigt das Vertrauen, welches Google in Deine Website hat. Und selbst wenn mal wieder ein Tag mit "Weltuntergangsstimmung" dabei ist. Und selbst wenn Du (mal wieder) ganz nach hinten geworfen wirst: GIB NICHT AUF.

Was jedoch von Anfang an der wichtigste SEO-Faktor ist, ist die Seitenstruktur. Stimmt diese nicht, verliert man (oder gewinnt zumindest nicht).

Mit SEO immer weiter vorankommen


Wie kommt man nun vorwärts? In dem man weiter forscht. Und das möglichst in Englisch. Sage Dir immer wieder und wieder:

Sei stets unzufrieden mit dem, was du bist,
wenn du erreichen willst, was du noch nicht bist...
(weiterlesen mit Klick)

Ich wurde gestern von einem Freund gefragt, wer mein SEO-Vorbild ist. Ich musste nicht überlegen und sagte sofort Rand Fishkin. Warum ist das so? Weil Rand "Randfish" eine optische Ähnlichkeit mit mir hat? Nein, weil Rand genau aus einem einzigen Grunde zu dem SEO wurde, der er heute ist: Er hat ein unaufhörliches Verlangen nach Tests und Wissen. Einfach ausprobieren, wie Google auf bestimmte Tags oder Konstellationen der Seiten und Verlinkungen reagiert. Und genauso bin ich im Laufe der Jahres vorwärts gekommen und habe einige Dinge entdeckt, über die andere vielleicht schon geschrieben hatten (oder auch nicht) und sie nutzen können.

Andere Seiten analysieren und lernen

Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die Analyse von anderen Seiten. Nur was analysieren, wenn man überhaupt nicht weiß, worauf man achten soll? Ich vergleiche diese Herausforderung einmal mit Word. Die meisten werden sich an die Zeit erinnern, wo sie zum ersten Mal in Word einen Brief schreiben sollten und das Programm zuvor nie gesehen hatten. Wie schlimm waren die ersten Wochen damals? Und wie bist Du nur weitergekommen und hast die heutigen Fähigkeiten erreicht? Hast Du etwa das Handbuch gelesen? Oder einfach probiert? Erst das Suchen, was man weiß und es verwenden und danach alles andere anklicken, um herauszufinden, was damit gemacht werden kann.

Suche in Google nach irgendeinem sinnvollen Keyword. Klicke die Website auf Platz 1 an. Beobachte genau die Menüstruktur. Beobachte die Ankertexte auf der Homepage und allen Unterseiten. Achte darauf, was wie wohin intern verlinkt und wieder zurück. Rufe den Quelltext der Seiten auf. Schaue Dir den head-Bereich aufmerksam an. Scrolle herunter und achte auf Überschriften, Texte, Footer, Keywords in Abschnitten, Wortwiederholungen und Wortfolgen zwischen Seitentitel und Content usw. Leite von Deinen ersten Beobachtungen nicht direkt Wissen ab! – Mach das Ganze eine Zeit lang. Und wieder irgendein Keyword in Google hinein und den nächsten Platz 1 anschauen. Und immer wieder.

Nach einigen Platz 1-Seiten verwendest Du den X4d Backlinkchecker und schaust Dir die Backlinks von jeder nun folgenden Platz 1-Seite an. Mit der Zeit wirst Du verstehen. Immer mehr.

Darauf installierst Du Dir ein SEO-Tool. Es gibt viele. Beginne mit SeoQuake. Beschäftige Dich hier vor allen Dingen mit Links.

Mit SEO-Augen immer mehr sehen

Je mehr Du analysierst, je mehr Du sehen wirst, desto mehr wirst Du verstehen, dass man für den 1. Platz im Google, für die Authorität Deiner Website für ein Keyword, weder PHP, noch CSS oder JavaScript benötigt und erst recht keine W3C-Validierung der Qualität der HTML-Programmierung. Auch kein Content Management System. Einfachstes HTML mit Tabellen und selbst mit einer weißen Seite ohne jegliche Grafik reicht vollkommen aus.

---

Es wird nicht so sein, dass ich Dich dabei allein lassen werde. Ich werde mit der Zeit weiter eingehen auf wirkliche SEO-Faktoren im Detail. Hierbei wird es hin und wieder Themenwechsel bei meinen Blogposts geben, denn Albert Einstein hat schon gesagt:

Nichts kann existieren ohne Ordnung.
Nichts kann entstehen ohne Chaos.

Nervöse und ungeduldige Zeitgesellen löschen den RSS-Feed von diesem Blog aus ihrem Reader. Die, die verstehen gelernt haben, abonnieren ihn.

Sage Dir und Deinen Wettbewerbern:

Alles Vollendete wird angestaunt,
alles Werdende unterschätzt.





2 comments:

Dietmar said...

Da hast du aber viel geschrieben ;-)

Wulffy said...

Da hast Du aber wenig kommentiert. ;-)