Landesspezifische Ausrichtung einer Website


Dietmar gab eben eine interessanten Kommentar zu meinem letzten Blogpost Ausblick in die Zukunft dieses Blogs ab und stellte die Frage:

Wie wichtig ist es, dass sich die IP Adresse im richtigen Sprachraum befindet?

Es ist nicht wichtig, dass sich die IP-Adresse in dem Land befindet, in dem man seine Zielgruppe sucht.

In seinem Beispiel geht es sich darum, ob man mit einer .it-TLD (auch) das .de-Publikum erreichen kann. Gleichbedeutend wäre es, mit einer .at-TLD oder .ch-TLD mit deutschem Content/deutscher Sprache das .de-Publikum erreichen zu wollen.

Meine Antwort ist ein eindeutiges "Ja, es geht." - Immer wieder geht das Gerücht herum, dass es nicht gehen würde.

Es ist auch keine nicht länderspezifische TLD (Top-Level-Domain) notwendig, wie .com, .org oder .net.

Muss ein geografisches Ziel festgelegt werden?


Es muss kein geografisches Ziel in den Google Webmaster-Tools zugewiesen werden. Dieses wäre auch nicht möglich, da man nur ein einziges Land wählen kann.

Wie könnte es gehen?
Die Möglichkeit, für jedes Land eine länderspezifische Domain anzulegen, halte ich für völlig unpraktikabel. Subdomains, z. B. de.domain.it, sollte man keinesfalls mehr verwenden. Genauso wenig wie domain.it/deutsch/, was ich irgendwo gelesen hatte. Wie sollte es bei den anderen deutschsprachigen Ländern funktionieren? Mit domain.it/oesterreichisch/? ;-)

Bei unterschiedlichen Sprachen würde ich mit domain.it/en/ bzw. domain.it/de/ arbeiten. Darum geht es sich hier aber nicht. Es geht sich darum, den selben Content für mehrere Länder mit der selben Sprache zu optimieren.

Wie optimiere ich meine Website auf mehrere TLDs?

Integriere in die Meta-Tags:

<meta name="country" content="DE,AT,CH,IT" />
<meta name="language" content="DE" />


Verwende IMMER die Länderkürzel, die z. B. in dem o. g. Link "Top-Level-Domain" aufgeführt sind und niemals andere.

Meta-Tags ergänzen und dann funktioniert es?

Das wäre doch zu schön. Ich müsste vorgreifen auf einen Post, der sehr bald folgt, aber ich kann es ja schon andeuten: je mehr Backlinks von TLD .de erfolgen, desto wichtiger wird die .it-Domain in Deutschland.




6 comments:

Jan said...

Gibt es einen Unterschied zwischen
<meta http-equiv="content-language" content="de" />

und

<meta name="language" content="DE" />?

Dietmar said...

Verwende IMMER die Länderkürzel, die z. B. in dem o. g. Link "Top-Level-Domain" aufgeführt sind und niemals andere.

Woran machst du das fest? Ist es nicht egal wenn ich anstatt www.domain.tld/de die URL: www.domain.tld/deutsch verwende?

Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Google den Meta Tag mit der URL vergleicht und davon was ableitet...

Die Meta Tags sagen eh schon alles, warum sollte die URL ein bestimmtes Aussehen haben?

Peter said...

Danke für den Beitrag. Ich bekomme nun auch diese Herausforderung, denn es steht kundenseitig eine Expansion in den russischsprachigen Raum an. Auf Europa begrenzt gelten sicherlich Deine Aussagen, was ich allerdings für den angesprochenen Raum bezweifle und auch gerade (zumindest schon teilweise) bewiesen bekomme. Hier kommen Suchmaschinen wie Rambler zum Einsatz, die - so mein Eindruck - die landesspezifische TLD sehr hoch bewerten.

Nun noch ein paar Fragen:
- was spricht Deiner Meinung nach gegen Konstrukte wie http://de.domain.com?
- wieso hälst Du es für "unpraktikabel", die verschiedenen Sprachräume durch verschiedene TLD's abzugrenzen? Dupe/Double Content ist hier ja keine Gefahr.

Grüße,
Peter

Wulffy said...

Weil es der internationale Standard ist und ich mir aus bestimmten Gründen sicher bin, dass Google eine Auswertung, Zuordnung und Erkennung damit durchführt.

Wulffy said...

Hallo Peter, danke für Deinen Kommentar. Diese Post bezieht sich ausschließlich auf die deutsche Sprache, die in den aufgeführten Ländern .de, .at, .ch und .it (Südtirol) gesprochen wird.

Bei unterschiedlichen Sprachen kann genauso mit einer .com usw. gearbeitet werden. Es kommt nur auf die Backlinks aus dem jeweiligen Land an.

Subdomains würde ich überhaupt nicht mehr verwenden. Ich würde es so begründen, dass Google sie durch die Abwertung zum Verzeichnis als "nicht mehr zeitgemäß" abgestempelt hat.

Ich halte es für unpraktikabel im deutschsprachigen Raum. In jeglichem anderen Raum und mit unterschiedlichen Sprachen ist es sinnvoll und durchaus einfacher zu optimieren, wenn man die landesspezifische TLD verwendet.

Aber dennoch geht es auch mit einer .com usw. Wohl mit deutlich mehr Aufwand, da man entsprechende Backlinks in einem "fremden" Land aufbauen muss und dadurch evtl. eine aufwendige Recherche notwendig wird.

Jede Domain wird über die verwendete Sprache und das geografische Ziel der Backlinks bewertet. Man kann somit mit nahezu jeder TLD in jedem Land nach oben kommen.

Beste Grüße,
Wulffy

Wulffy said...

meta name wird für Bots verwendet und von diesen ausgelesen.

meta http-equiv war mal für Webserver gedacht. Da es aber nahezu keinen Webserver interessiert, ist es sinnlos, es zu verwenden.